Und hier noch ein paar Spielberichte durch die kelly-grüne Brille:
www.krasshoppers.de hat geschrieben:
Spielbericht Endrunde
Nach einer stau- und sintflutbedingten schier unerträglichen Anreise von (selbst durchschnittlich) mehr als 8 Stunden, trudelten die Krasshoppers am Freitag ab ca. 22 Uhr nach und nach auf der Air Base in Geilenkirchen ein. Die Zelte waren schnell aufgebaut und ein paar Bierchen geleert. Die Strapazen der Anreise machten sich dann aber doch recht schnell bemerkbar und so verschwanden die Spieler doch recht zeitig in den Zelten, während die mitgereisten Zuschauer noch etwas aushielten.
München vs. Düsseldorf 5:1
Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Flight Kitchen freuten sich die Krasshoppers bei strahlendem Sonnenschein und früh morgens noch erträglichen Temperaturen auf das erste Spiel des Tages gegen die Düsseldorf Dead Sox. Beim Aufeinandertreffen in München 14 Tage zuvor hatten die Düsseldorfer noch verdient gewonnen. Auf beiden Seiten dominierte die Defense das Spiel. Die Hoppers ließen in 7 Innings nur 5 Düsseldorfer auf Base kommen. Im 3. Inning konnten die Dead Sox durch einen Hit und ein Error einen Run nach Hause bringen. Durch einen Walk gefolgt von drei Singles konnten die Hoppers aber im folgenden Halb-Inning "deutlich" mit 3:1 in Führung gehen. Nur 10 Bälle gelangten ins Outfield. Nach sieben Innings war das Spiel mit 5:1 gewonnen und der Start in die Endrunde geglückt.
Mainz vs. München 15:7
Nach einer etwa einstündigen Pause stand in der Mittagshitze das zweite Spiel des Tages gegen die Mainz Sputniks an. Anders als beim Turnier in München waren die Mainzer bei der Endrunde mit vollständigem Team vertreten. Entsprechend einseitig war auch der Spielverlauf. Mainz war dank einer souveränen Defense und einer schlagkräftigen Offense das klar bessere Team. Nach 2 Homeruns der Mainzer gab es bereits im ersten Inning den Pitcherwechsel im Münchner Team. Doch auch damit waren die Mainzer kaum zu beeindrucken und legten im weiteren Spielverlauf mit einer Vielzahl schöner Basehits einschließlich eines weiteren Homeruns den Grundstein für einen ungefährdeten Sieg, während die Münchner am Schlag nicht allzuviel zustande brachten. Bemerkenswert am Spiel der Münchner waren allenfalls die vielen Hit-by-Pitches, die vor allem den Mainzer Pitcher kurzzeitig die Fassung verlieren ließen, nachdem er zum zweiten Mal getroffen wurde. Mainz hatte sich den deutlichen 15:7 Sieg wahrlich verdient und stand mit 2 Siegen in 2 Spielen vermeintlich schon mit einem Bein im Halbfinale.
Die längere Pause bis zum dritten und letzten Spiel des Tages verbrachten die meisten Hopppers zunächst in der Nähe der Burger-Bude, die zumindest am ersten Tag ja noch das komplette Sortiment im Angebot hatte.
Dortmund vs. München 14:19
Nach den anderen Ergebnissen des Tages war für die Krasshoppers ein Sieg gegen Dortmund notwendig, um die Chance aufs Halbfinale zu wahren. Schon im Vorfeld gab es einige Rechnereien, wer wann wie ins Halbfinale kommen würde. Irgendwann war es allen zuviel und man konzentrierte sich wieder aufs Spiel. Beiden Teams war der lange und anstrengende Spieltag deutlich anzumerken. Dortmund erwischte den besseren Start und brachte gleich im ersten Inning 6 Runs nach Hause gegenüber 2 Runs auf Münchner Seite. Während die Dortmunder solide Basehits produzierten, glänzten die Hoppers vor allem durch Pop-ups. Anders als im Spiel gegen Mainz gelang es jedoch, die Offense der Dortmunder durch einen Pitcherwechsel einzudämmen, so daß sich die Hoppers nach und nach eine leichte Führung im Spiel erarbeiten konnten. Ende des 5. Innings ließ bei Marco jedoch die Kontrolle etwas nach und durch mehrere Walks und einige Bashits gelang es den Dortmundern zunächst auszugleichen und anschließend sogar mit 14:13 in Führung zu gehen. Nachdem allerdings Sultan den Pitcher-Circle betrat, war es vorbei mit Punkten für die Dragons. Durch souveränes Pitching in den letzten beiden Innings und harte Arbeit in der Offense gelang es das Spiel gegen Ende noch zu drehen und einen 14:19 Sieg herauszuholen. Mit 3 Niederlgen in drei Spielen hatten sich die Dragons deutlich unter Wert verkauft. Die Krasshoppers hingegen kamen dank einer besseren Rundifferenz je Inning im direkten Vergleich gegen Mainz ins Halbfinale, während Mainz trotz überzeugender Leistung nur der undankbare 3. Platz der Gruppe hinter Düsseldorf und München blieb.
Am späten Abend mussten nach dem Duschen zunächst noch unerträgliche lateinamerikanische Rhythmen in unerträglicher Lautstärke ertragen werden, bis Flo und Schief den Stecker aus dem auf uns gerichteten Lautsprecher zogen. Beim spätnächtlichem Mölkky-Spielen wurde deutlich, wer bereits pitchen kann und wer künftig dazu verpflichtet wird.
Münster vs. München 5:1 (Halbfinale)
Am nächsten Morgen stand das Halbfinale gegen die bis dahin ungeschlagenen Münster Roadrunners an. Mit fortschreitender Uhrzeit fanden dann auch einige Zuschauer aus den Reihen der anderen Teams den Weg zum Feld und bekamen ein sehr gutes und spannendes Softballspiel zu sehen. Auf beiden Seiten sorgte ein hervorragendes Pitching und eine souveräne Defense für schnelle Inningwechsel. Von beiden Teams brachte Münster mehr Läufer auf Base, ohne jedoch damit großartig zu punkten. Erst im dritten Inning gelang es Münster den ersten Run des Spiels nach hause zu bringen. Die Führung hielt bis Anfang des fünften Innings. Bei Bases loaded und zwei Aus brachte ein schöner Basehit ins Leftfield den Ausgleich zum 1:1 für München nach Hause. Leider konnte der Leftfielder der Roadrunners den Ball nicht gleich aber letztlich eben doch unter Kontrolle bringen (oder war das gar Absicht?) und so sorgte ein zu aggressives Baserunning auf Münchner Seite für das unnötige dritte Aus des Innings. Erst Ende des sechsten Innings beging München dann den spielentscheidenden Fehler. Bei 2 Aus und Runner auf zweiter und dritter Base wäre das Inning eigentlich punktlos mit einem Strikeout beendet gewesen. Stattdessen sorgte ein Dropped Third Strike mit anschließendem Überwurf des Catchers über die erste Base für zwei weitere Runs der Münsteraner und einen Läufer auf der ersten Base. Mit einem Homerun im nächsten At-Bat ging Münster dann mit 5:1 in Führung und das bis dahin spannende Spiel war entschieden. Im siebten Inning konnte München keine Punkte mehr erzielen und musste sich geschlagen geben. Obwohl die Hoppers ihr bestes Spiel der Endrunde ablieferten zogen die Roadrunners aufgrund der besseren Schlagleistung und einer fehlerlosen Defense verdient ins Finale ein.
Erlangen vs. München 17:7 (Spiel um Platz 3)
Die längere Wartezeit bis zum Spiel um Platz 3 verbrachten die meisten Hoppers angesichts der weiten Heimreise mit Zeltabbauen. Kurz nach halb eins begann dann das Spiel um den 3. Platz, eigentlich wurde jedoch um die bayerische Meisterschaft gespielt (auf die Diskussion ob Franken zu Bayern zählt, oder nicht, soll an dieser Stelle verzichtet werden). Die XTerminators präsentierten sich schlagkräftig wie immer, doch völlig ungewohnt konnten auch die Hoppers mit zwei Solo-Homeruns durch Ferdinand und Felix in der Anfangsphase des Spiels glänzen. Und so war das Spiel auch nach 3 Innings mit einem Spielstand von 6:6 noch ausgeglichen, bevor Erlangen dank einiger schöner Schläge verbunden mit einigen Stellungsfehlern im Outfield auf Münchner Seite einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten konnte. Zu diesem Zeitpunkt merkte man dann doch deutlich, dass die meisten Hoppers schon sehr geschafft waren, sei es wegen der Hitze oder wegen des verpassten Finales. Als das Spiel nach 5 Innings mit 17:7 an Erlangen ging, überwog dann auch eher die Erleichterung, dass das Spiel zu Ende war, als die Enttäuschung, dass auch der 3. Platz (und die bayerische Meisterschaft) verloren war.
Als Zuschauer beim Finale wurden dann bei einigen Münchnern die Erinnerungen an das Finale im vergangenen Jahr wach. Düsseldorf musste sich den übermächtigen Münsteranern in fünf Inning geschlagen geben, wie auch München im letzten Jahr. Münster präsentierte sich auf der Endrunde in bestechender Form und wurde verdient Meister. Und so durfte sich Münster bei der gemeinsamen Siegerehrung mit dem gleichzeitig stattfindenen Fastpitch-Turnier zum zweiten Mal in Folge selbst den Pokal überreichen. Nach einer etwas durchwachsenen Vorrunde verlief die Endrunde aus Münchner Sicht insgesamt doch sehr zufriedenstellend. Und Nadja wird sich freuen, dass nicht ein weiterer Pokal im Regal steht und abgestaubt werden muss...